Lleyton Hewitt - © omk

Lleyton Hewitt nimmt die Auftakthürde locker


Auf ihn haben die Fans gewartet und sie wurden nicht enttäuscht. Der Australier Lleyton Hewitt hat bei seinem Debüt auf dem Haller Rasen gute Form gezeigt. Er bezwang seinen Landsmann und Doppelpartner Peter Luczak klar mit 6:2, 6:2.

Er ist neben Federer, Nadal und Roddick der erfolgreichste Rasenspieler des Jahrzehnts. Lleyton Hewitt gewann 2002 in Wimbledon und hat noch fünf weitere Titel auf Rasen gewonnen. Jetzt soll möglichst noch der bei den GERRY WEBER OPEN dazu kommen. "Ich habe schon so viel Gutes von dem Turnier gehört, vor allem von Roger. Da wollte ich hier unbedingt mal spielen", sagte der 29-Jährige.

Als er ins Stadion einzog, warf er einen kurzen Blick ins weite Rund und staunte offenbar über die Größe der Arena. Doch er fand sich gut zurecht, lobte Platz und Stadion nach dem Match und verriet: "Es ist für mich ungewohnt, sozusagen auf Rasen indoor zu spielen." Damit meinte
er das geschlossene Dach.

 

Schon vor der ersten Partie hatte Hewitt aber sein Urteil über die GERRY WEBER OPEN gefällt: "Wir Spieler werden hier fantastisch behandelt. Man kümmert sich um alles, ein super Service." Vor allem gebe es hier die Trainingsmöglichkeiten, "die wir bei der Umstellung von Sand auf Gras so dringend brauchen".

Hewitt, der ohne seine Frau und die beiden Kinder nach Deutschland gekommen ist, befindet sich nach einer Hüft-OP auf dem Weg zurück nach oben. "Ich kann mich von Woche zu Woche besser bewegen, was ja für mein Spiel so wichtig ist". Das durften auch die Zuschauer im Stadion erleben. Beim 6:2, 6:2 gegen seinen Kumpel und Trainingspartner Peter Luczak spielte Hewitt seine Stärken aus: pfeilschnell selbst auf dem für Dauerläufer eher ungeeigneten Rasen; ein gutes Auge beim Return; kaum Fehler und die Fähigkeit, das Spiel des Gegners zu lesen.


Im Achtelfinale trifft der frühere Weltranglistenerste auf den jungen Niederländer Thiemo de Bakker. Doch für einen Wimbledonsieger kann nur das Endspiel das große Ziel sein. Für den Abend nach dem Finale hat Lleyton Hewitt übrigens schon was vor: "Ich will unbedingt das Spiel Deutschland gegen Australien bei der Fußball-WM sehen. Auch wenn wir da Außenseiter sind."

 

Bildzeile: Lleyton Hewitt. © pmk

07.06.2010

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